Van der Bellen im Frühling

Am 20. August 1968, kurz vor 22 Uhr, landete eine sowjetische Militärmaschine in Prag. Kurze Zeit später rollten die ersten Panzer der Warschauer-Pakt-Staaten in die tschechoslowakische Hauptstadt und andere Städte der CSSR ein.

Was war passiert im Sommer 1968?

Nach der Wahl des Reformkommunisten Dubcek zum Parteichef Anfang 1968 wurden in der CSSR sofort politische und wirtschaftliche Reformen eingeleitet. Gewerkschaften und Kulturorganisationen erhielten mehr Freiheiten, die Zensur wurde aufgehoben. Dubcek propagierte einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Viele sahen den Reformkommunisten als Beweis für die Möglichkeit eines Dritten Weges, wonach individuelle Freiheiten auch im Kommunismus möglich sein könnten.

Es blieb nicht nur bei den schönen Worten, dieses Mal wurden die mutigen Vorschläge tatsächlich in die Realität umgesetzt. Doch diese liberale, politische Haltung in der Tschechoslowakei war der Sowjetunion unangenehm und ein Dorn im Auge. Sie befürchteten das Übergreifen der Liberalisierungswelle auf die Nachbarländer wie die DDR oder Polen. Immer mehr Menschen schlossen sich der Bewegung an, deren emotionaler Höhepunkt im so genannten „Manifest der 2000 Worte“ gipfelte. Über 10 000 Menschen unterschrieben das Papier, in dem die alte kommunistische Führung wegen Unfähigkeit und Korruption angegriffen wurde.

Angst vor zu viel Freiheit.

In den Augen der kommunistischen Führung der Sowjetunion stellte der Prager Frühling eine Bedrohung für die Einheit des Ostblocks dar. Sie forderte, gemeinsam buch-der-prager-fruhling1968mit anderen Staaten des Warschauer Pakts, wie Polen, Bulgarien, Ungarn und der DDR, daß die Reformentwicklungen in der CSSR sofort gestoppt werden müssen. Allerdings die Lage verschärfte sich, trotz, daß die tschechoslowakische Regierung ihre Verbundenheit mit den sozialistischen Staaten beteuerte.

Moskau, das die Wahl Dubceks zunächst noch unterstützt hatte, ist angesichts der Entwicklungen im „sozialistischen Bruderstaat“ in höchster Alarmbereitschaft. Eine zusätzliche Provokation stellte eben dieses, am 27. Juni erschienende, „Manifest der 2.000 Worte“ dar. Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) interpretierte den Text als ein Schriftwerk der Gegenrevolution. Die Moskauer Tageszeitung Prawda warnte vor einem „Umsturz“ und der Wiederherstellung des Kapitalismus. Große Teile des Moskauer Politbüros sprachen sich für eine militärische Lösung aus, um die CSSR wieder auf Kurs zu bringen.

Im Juli 19buch-schwarzbuch-des-kommunismus68 forderten die Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn, Polen und die DDR im „Warschauer Brief“ die tschechoslowakische Führung zu einer Veränderung ihres Kurses auf. Sie betonten, daß feindliche Kräfte die CSSR vom Weg des Sozialismus abbringen würden und eine Trennung der Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft durchsetzen wollten. Die Weichen für ein militärisches Eingreifen wurden somit gestellt.

In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 machten die Warschauer Pakt Staaten ernst. In nur wenigen Stunden rollten mehr als 7000 Panzer über die Grenzen der CSSR. Sie kamen aus der Sowjetunion, der DDR, Bulgarien, Ungarn und Polen. Die Menschen an den Straßen setzten sich zur Wehr und griffen die Invasoren mit Steinen und bloßen Händen an. Viele versuchten mit den Soldaten zu diskutieren. Leider vergeblich.

Anfangs schossen die Soldaten noch in die Luft, doch die Stimmung kippte sehr schnell. Die Besatzer verloren die Nerven und schossen in die aufgebrachte Menge. 72 Menschen starben, 200 wurden schwer verletzt. Noch in der gleichen Nacht verschleppten die Sowjets den Parteichef Dubcek und den Präsidenten Svoboda in die UDSSR. Dort wurden sie tagelang festgehalten und schließlich gezwungen die Kapitulation zu erklären. Als Austausch wollten die Sowjets ihre Truppen nach und nach wieder abziehen. Dieses Vorhaben wurde jedoch erst mit 23jähriger Verspätung im Mai 1991, nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems, umgesetzt.

In dieser Zeit, in der die Kommunisten halb Europa unterjocht haben und mit Gewalt jede Freiheitsbewegung bekämpften und die Menschen unterdrückten, wählte der jetzige Bundespräsidentschaftskandidat Alexander van der Bellen in Österreich die Kommunistische Partei. Diese Gesinnung zieht sich von seiner Jugend durch sein gesamtes Leben bis hin zum Führer der Grünen Partei in Österreich.

Linkes, revolutionäres Gedankengut, vermengt mit den Absichten der „Frankfurter Schule“ finden sich im Parteiprogramm der Grünen wie in seinen Ansichten wieder. Der Kommunismus ist Schuld an Millionen von Toten:

* Sowjetunion: 20 Millionen
* Volksrepublik China: 65 Millionen
* Vietnam: 1 Million
* Nordkorea: 2 Millionen
* Kambodscha: 2 Millionen
* Osteuropa: 1 Million
* Lateinamerika: 150.000
* Afrika: 1,7 Millionen
* Afghanistan: 1,5 Millionen
* die internationale kommunistische Bewegung und kommunistische Parteien ohne Regierungsmacht: um 10.000.

Massenverbrechen in der Sowjetunion und anderen Ländern:

* die Exekution von zehntausenden Geiseln und Gefangenen ohne Gerichtsverfahren,
*die Ermordung von hunderttausenden rebellischen Arbeitern und Bauern von 1918 bis 1922,
* die Hungersnot von 1922, die 5 Millionen Tote verursacht habe,
* die Ausrottung und Deportation der Kosaken 1920,
* die Ermordung von Zehntausenden in Konzentrationslagern von 1918 bis 1930,
* die Liquidierung von fast 690.000 Menschen im Großen Terror von 1937 bis 1938,
* die Deportation von 2 Millionen Kulaken und so Genannten von 1930 bis 1932,
* die Vernichtung von 4 Millionen ukrainischen und 2 Millionen russischen und anderen Bauern sowie kasachischen und kirgisischen Nomaden durch eine künstliche und systematisch verlängerte Hungersnot von 1932 bis 1933,
* die Deportation von hunderttausenden Polen, Ukrainern, Balten, Moldawiern und Bewohnern Bessarabiens von 1939 bis 1941 und erneut 1944 bis 1945,
* die Deportation der Wolgadeutschen 1941,
* die vollständige Deportation der Krimtataren 1943,
* die vollständige Deportation der Tschetschenen 1944,
* die vollständige Deportation der Inguschen 1944,
* die Deportation und Ausrottung der Stadtbevölkerung in Kambodscha von 1975 bis 1978,
* die langsame Vernichtung der Tibeter durch die Chinesen seit 1950.

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