100 Tage Donald Trump

Der Trump also. Monatelang hat man sich über ihn lustig gemacht, nicht ernst genommen und sich über seine Art lustig gemacht. Für manche war er gar das personifizierte Böse. Nun gut, das sahen am Ende die Wähler anders als die Meinungsforscher und jetzt ist er gewählter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die meisten Medien lecken gerade noch ihre Wunden, einige ringen sich eine Entschuldigung für die üble Berichterstattung ab, andere liegen noch mit Schnappatmung am Rücken.

Tagelang wird analysiert. Ganz klar, die Verlierer haben den Aufstand durchgeführt. Die alten weißen Männer, die Arbeitslosen, die Ungebildeten und sozial Schwachen. Bei über 60 Millionen Trump-Wähler natürlich absurd und maßlos überheblich. Von manchen europäischen Politikern weiß man schon, daß die Demokratie im allgemeinen und der Wähler im speziellen das eigentliche Problem ist. Politisch total unerfahren, ein Egomane, ein eiskalter Geschäftsmann, ein Chauvinist und Sexist. Der wird sich noch wundern. Die Politik ist kein Wunschkonzert usw. usf. waren die Wortmeldungen der selbsternannten Eliten jenseits und diesseits des Atlantiks.

Die ersten Handlungen Trumps waren schon eindeutig und wegweisend. ZB. die Nominierung von General Michael Flynn als Sicherheitsberater. Michael Flynn ist seit 2014, als er sich aus dem aktiven Militärdienst zurückzog, bekannt als riguroser Kritiker des Weißen Hauses und des Pentagons. Aus seiner Meinung, daß Präsident Obama eine halbherzige Vorgehensweise gegenüber dem IS hat, machte er nie einen Hehl. Öfters hatte er öffentlich gesagt, er halte den Islam für „eine politische Ideology, die sich hinter einer Religion versteckt“. Seine Abneigung des Islams ist ebenso bekannt wie seine pragmatische aber herzliche Beziehung zu Russland. Zum Jubiläum des russischen Fernsehsenders RT reiste Flynn nach Moskau wo er mit Präsident Putin und anderen hochrangigen Vertretern traf.

Die Demokraten wachen auch gerade wieder aus ihrer Schockstarre auf und siehe da, Bernie Sanders hat ebenso angekündigt, er werde Donald Trump im Kampf gegen Konzerne unterstützen. „Wenn Herr Trump genug Mut hat, der Macht der Konzerne standzuhalten, wird er in meiner Person einen Alliierten haben“ hat Sanders gegenüber CNN bekanntgegeben.

Untrump-buchd es sind gerade einmal zehn Tage seit Trumps Wahlsieg vergangen.

Die Themen, die der neue Präsident in den ersten 100 Tagen angehen will, sind auch schon bekannt. Und hier kommt auch schon der nächste Coup von Trump. Er befragt die Bevölkerung nun mittels 29 Fragen in einer online-Befragung welche Themen für sie wichtig sind und welche eher nicht.
(https://action.trump2016.com/survey/100-day-plan-action-survey/).

Was auch immer bei dieser Umfrage herauskommen wird und ob er sich daran halten wird, eines ist jetzt schon sicher: Donald Trump geht neue Wege. Neue Wege, welche die Krusten eines veralterten Systems aufsprengen werden und die träge und oft korrupte Verwaltung in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Am 20. Jänner 2017 ist es dann soweit und Donald Trump wird als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika angelobt. Auch wenn wir nicht genau wissen, wie es weitergehen wird, eines ist sicher, es bleibt spannend.

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